Süßes oder Saures!

Unsere Haustür: Boss Witch Schild und Fledermäuse

An alle Hexen, Monster und Abscheulichkeiten! Heute ist der 31. Oktober, was bedeutet, dass Halloween ist. Heute sind die Grenzen zur Anderswelt ganz besonders dünn, wir spüren und fühlen Dinge, die vielleicht aus anderen Zeiten kommen.

Die Kelten, die dieses Fest als Samhain kannten, feierten an diesem Tag die Ernte, den Beginn der kalten Jahreszeit und den Start in ein neues Kalenderjahr. Selbst heute noch feiern Wiccas, Hexen und Magier diesen Tag als Hexenneujahr. Auch ich bin ja bekanntermaßen eine Hexe, glaube also an das alte Wissen und ehre meine Wurzeln.

Um mich einzustimmen, habe ich natürlich fleißig dekoriert, Kerzen gezündet und geräuchert. Ich denke außerdem an alle meine Ahnen, ob Blutsverwandtschaft oder gedankliche Vorfahren. Mit meinem Coven (bedeutet: Hexenzirkel) habe ich auch gestern jener gedacht, die nicht mehr unter uns weilen. Ich hatte kleine Andenken dabei, wie eine Antilope meiner Oma Ruth, einen Edelstein als Sinnbild für meine Oma Liane und in Gedanken bei Verstorbenen.

Jack O’Lantern

Doch was gehört noch zu Halloween dazu? Na klar! Verkleiden und den Kindern, welche um die Häuser ziehen, Süßigkeiten zu spendieren. Ich habe viele Bonbons gekauft und Stand 17 Uhr waren schon einige magische und gruselige Wesen da, die sich über Lollies und Süßkram gefreut haben!

Und wenn der Tag heute zu Ende geht, mittlerweile ist es auch schon dunkel vor meinem Fenster, dann werde ich an euch denken….Liane, Ruth, Sabine, Helene, Rudolf.…und alle weiteren, die zu früh gegangen sind.

In die Fänge geraten

Copyright: SWR (https://www.swr.de)

Als ich am Donnerstag um 4:30 Uhr aufgewacht bin, wurde mir schlagartig klar: in wenigen Stunden befindest du dich in Baden-Baden, bist in einem Aufnahmestudio mit völlig Fremden und musst über ein sehr emotionales Thema sprechen….

Um sechs Uhr stand ich dann mit Löwenherz und Mufasa am Gleis und wir warteten auf den ICE, der uns nach Baden-Württemberg bringen sollte. Es war eine abenteuerliche Reise quer durch Deutschland, mit Umstiegen, verspäteten Anschlüssen und der Frage, ob man einen Sitzplatz für die sechsstündige Fahrt bekommt.

Mittag trafen wir am Hauptbahnhof in Baden-Baden ein und wurden dann von einem Bus des SWR abgeholt und ins Hotel gebracht. Es war ein sehr luxuriöses Hotel, mit großen Zimmern, Fernseher und Balkon. Löwenherz und Mufasa hatten ein Doppelzimmer und ich ein Einzelzimmer. Nach unserer Ankunft im Hotel legte ich mich noch zum Ausruhen etwas hin, während meine Eltern einen Spaziergang machten.

Danach wurden wir wieder abgeholt und zum Studio gefahren. Dort lernte ich auch die anderen Gäste und deren Begleitung kennen. Kurz nach der Ankunft ging es für mich in die Maske, wo ich zum ersten Mal in meinem Leben (ja, nicht einmal zur Hochzeit!) professionell geschminkt wurde. Ich erhielt sogar ein paar Tipps, wie ich mich besser schminken könnte, für den Alltag beispielsweise.
Nach der Maske hatten wir noch etwas Zeit, uns gegenseitig kennenzulernen. Alle, nicht nur ich, waren aufgeregt, auch wenn einige der Gäste bereits fernseherfahren waren. Dann dauerte es nicht mehr lange und wir bekamen unsere Mikros angesteckt, probten für die Aufnahme. Um etwas lockerer zu werden, hatten wir einen Testlauf. Das Thema: KEKSE! Es war sehr lustig, wie ernst wir alle das Thema Kekse behandelten, als wäre es schon die richtige Aufzeichnung.

Dann, um 19 Uhr, ging es los. Die Musik setzte ein, der Moderator Micheal Steinbrecher begrüßte das Publikum und erklärte das Thema: In die Fänge geraten.
Ich konnte von meinem Platz in der Sitzecke meine Eltern Löwenherz und Mufasa sehen, was mich ein wenig erdete und beruhigte.
Zu erst im Gespräch war Alexander Gutbrod, ein Mann der in der Sekte „Zeugen Jehovas“ aufwuchs und dann aus der Gemeinschaft verstoßen wurde, weil er homosexuell ist.
Weiterhin erzählte Loredana Galeoto von ihrem Leben und wie ihr Ex-Mann sie mit einem Messer angegriffen hat, weshalb sie im Rollstuhl sitzt und gelähmt ist.
Die nächste in der Runde war Sabine Sitte, die über ihre Alkoholabhängigkeit sprach.
Der Fall von Roman Garber, vertreten durch seinen Stiefsohn Alexander Lappi hat mich auch sprachlos gemacht: durch eine Spam-E-Mail ist er in die Fänge von Drogenhändlern geriet.

Und dann kam ich. Ich war die Stunden zuvor sehr aufgeregt, aber als ich dann auf dem Sessel im Studio saß, war ich vollkommen ruhig. Mir fiel es manchmal schwer, die richtigen Worte zu finden und meine doch lange Krankengeschichte in kürzester Zeit zu beschreiben. Aber ich finde, es ist gut gelaufen.

Nach dem Dreh sind wir zusammen wieder ins Hotel gefahren und bekamen ein 3- Gänge-Menü serviert, welches wirklich delikat war. Wir saßen dann gemeinsam am Tisch, mit den Gästen, dem Moderator Micheal Steinbrecher und zwei SWR-Redakteuren. Nachdem wir das Essen genossen hatten, bin ich in mein Hotelzimmer, denn ich war vollkommen erschöpft von dem langen Tag.

Am Morgen gab es Frühstück im Hotel, wiederum sehr lecker und stärkte uns für die lange Heimreise. Um zehn Uhr sind wir mit dem Taxi zum Bahnhof Baden-Baden gefahren und von dort aus über Frankfurt a.M. nach Erfurt und von Erfurt nach Dresden. Erst gegen 18:30 Uhr war ich zu Hause.
Kaputt, aber glücklich, bin ich wieder zu Hause angekommen. Nathan wartete schon auf mich.

Die Erstaustrahlung der Sendung „Nachtcafé“ habe ich natürlich verschlafen….

Copyright: SWR

Save the Date: SWR Nachtcafé

Morgen geht es für mich, in Begleitung von Löwenherz und Mufasa, nach Baden-Baden zum Dreh vom SWR „Nachtcafé“. Das Thema lautet: „In die Fänge geraten.“

Hinweise zur Sendung: Nachtcafé – In die Fänge geraten

„Eva“ und „Demian“ – so heißen die unsichtbaren Begleiter der Studentin Anna Kunze. Seit ihrer Teenagerzeit hört sie Stimmen im Kopf. Erst viel später dann die die Diagnose „Schizophrenie“. Vor allem die weibliche Stimme mit ihren gehässigen Kommentaren und lebensbedrohlichen Befehlen macht Anna Kunze Angst. Doch mithilfe von Therapien und Medikamenten lernt sie, mit der Krankheit umzugehen. Stützen sind für sie auch ihre Kunst – und ein dreibeiniger Kater.

SWR Nachtcafé – Vorstellung der Gäste

Ich würde mich sehr freuen, wenn einige von euch mal einschalten!

Revue der ersten Woche

Nun ist auch die erste Woche des Studiums vorüber. Aktuell habe ich mich für zwei Vorlesungen, ein Seminar und zwei Tutorien eingeschrieben, die jeweils eine anderthalbe Stunde andauern.

Am Dienstag bin ich eingeschrieben in Hauptwerke der Kunstgeschichte, bezogen auf das frühe und späte Mittelalter. Danach habe ich eine Doppelstunde Pause, bis das Seminar Einführung in das kunstwissenschaftliche Arbeiten beginnt. Mittwochs habe ich die Vorlesung zum Thema Architektur und freitags zwei Tutorien zu den Vorlesungen.

Ein Tutorium ist kurz beschrieben zur Wiederholung und Festigung zu den in den Vorlesungen bearbeiteten Themen. Man wird auch auf Klausuren und Ähnliches vorbereitet und kann Fragen stellen (was in der Vorlesung meistens nur bedingt möglich ist).

Ich muss sagen, auch wenn das an Stunden nicht übermäßig viel klingt, dass es eine sehr anstrengende Woche für mich war. Ich hatte heute nur ein Tutorium, da der andere Kurs erst nächste Woche startet, aber ich habe mich mit der Konzentration und dem Folgen des Stoffs schon etwas schwer getan.

Ich muss wirklich auf mich aufpassen, dass mir das Ganze nicht über den Kopf wächst. Natürlich werde ich weiterhin engmaschig therapeutisch betreut und habe auch seitens André und meiner Familie Unterstützung. Aber ich kenne das ja schon von mir….kaum werde ich über einen gewissen Grad gefordert, werden die Symptome wieder schlimmer. Deswegen ist es gerade wichtig, Ruhezeiten einzubauen, weiterhin auf mich zu achten und gegebenenfalls mal eine oder zwei Wochen Pause einzulegen – letztendlich ist das Kunstgeschichte-Studium ja auch mein „Probelauf“, ob ich eine universitären Ausbildung überhaupt schaffe.

Das Interesse ist natürlich da. Und auch der Wille, es zumindest zu versuchen. Aber ich balanciere auf einem Drahtseil. Diese Krankheit hat mich schon so viel gekostet. Nicht auch noch das.

TU Dresden: Welcome Days

Die Fakultät der Kunstgeschichte veranstaltete dieses Jahr zum zweiten Mal die „Welcome Days“ für Erstsemester im Bachelor- und Master-Studiengang. Mit Dozenten der TUD und meinen neuen Kommillton:innen ging es daher in verschiedene Museen und Ausstellungen. Ich selbst nahm an zwei Touren teil, einmal in die Robotron Kantine und in das Kunstgewerbemuseum im Schloss Pillnitz.

Am Mittwochabend trafen wir uns in der Robotron Kantine. Wie der Name vermuten lässt, war in diesem Gebäude einmal die Kantine der Robotron-Fabrik, der größte Computerhersteller der DDR. Inzwischen ein wenig „abgeranzt“ und zeitweise sogar als Techno/Rave-Club geführt, hatte die Kantine einen urbanen, doch irgendwie faszinierenden Hauch. Aktuell sind dort zeitgenössische Kunstwerke und Installationen beheimatet. Am meisten berührt hat mich der Aufbau, ganz links in den Bildern zu sehen. In kleinen Holzrahmen waren Tütchen mit einer Substanz. Auf den ersten Blick dachte ich, dort sind Sämereien oder andere Partikel von Pflanzen oder der Natur enthalten. Allerdings stellte sich dann heraus: es waren Überbleibsel von Brillen – ja, richtig gelesen. Diese waren Überreste von einem Angriff einer Stadt. Jeder Rahmen enthielt demnach Brillen-Reste. Aufgehängt in einem Kreis konnte man auch in die Errichtung hineingehen und sich tief in den Bildern verlieren.

Ganz anders hingegen war die Ausstellung im Kunstgewerbemuseum am Freitag Vormittag. Die Ausstellung war eher auf alte Kunst im Charme der Chinoiserie (Bezeichnung für einen Stil, der sich an asiatischer Kunst orientiert). Dort gab es zum Beispiel alte Statuen (siehe Bild in der Mitte), aber auch Möbel im asiatischen Stil, mit Schildpatt-Muster und Vergoldungen.

Auch konnte ich ein paar meiner Kommilitonen kennenlernen. Einige sind wirklich noch jung und kommen gerade vom Abitur, andere (so wie ich ja auch) sind schon ein paar Jahre aus dem Schulsystem draußen und haben in der Zwischenzeit schon Ausbildungen und Ähnliches erlebt. Bisher finde ich aber diejenigen, die ich schon kennenlernen durfte sehr nett und sympathisch. Wenn ich daran denke wie introvertiert ich früher war! Und nun fällt es mir überhaupt nicht schwer, neue Kontakte zu knüpfen und Andere einfach anzusprechen. In dem Punkt bin ich schon wirklich weit gekommen!

Nun freue ich mich, dass ich ab Dienstag die ersten Vorlesungen in der Fakultät habe. Ein neuer Abschnitt!

Studium 2.0

Der Versuch Nummer zwei: ich habe ein Studium begonnen!
Lange Rede, kurzer Sinn: ich habe im August mein Beschäftigungsverhältnis als Genesungsbegleiterin gekündigt. Dann entschloss ich mich, es noch einmal mit dem Studieren zu probieren. Leider habe ich um eine Woche die Einschreibung für Soziale Arbeit verpasst – eine Alternative musste her. Also habe ich mich in einen NC-freien Studiengang immatrikulieren lassen. Natürlich ist es dennoch ein Thema, welches mich interessiert, nämlich B.A. in Kunstgeschichte. Letzte Woche Donnerstag war die Einführungsveranstaltung. Es ist ein recht kleiner Studiengang, was vielleicht auch daran liegt das die Technische Universität Dresden einfach eher auf das „technische“ fokussiert ist. Die philosophische Fakultät ist dementsprechend klein.

Diese Woche geht es also offiziell los…mit gemeinsamen Gang in Dresdner Museen! Heute zum Beispiel in die Robotron Kantine. Am Freitag gehe ich noch zu zwei weiteren Besuchen und nächste Woche Montag gehen dann die Vorlesungen los. Eingeschrieben habe ich mich erst in drei Doppelstunden zu den Themen Hauptwerke der Kunstgeschichte, Architektur und kunstwissenschaftliches Arbeiten. Das wird mich fordern, aber nicht überfordern. Ich gehe mit sehr viel Freude am Lernen in das Studium und wenn ich möchte, kann ich ja nächstes Wintersemester immer noch den Studiengang wechseln und dann Soziale Arbeit studieren.

Kunstgeschichte ist also quasi mein „Test“, ob ich es psychisch überhaupt schaffe zu studieren – ohne dabei aber in Stress zu geraten. Deswegen werde ich machen, was aktuell möglich ist und wenn ich nicht alles schaffe, ist es auch nicht allzu schlimm.

Aber mein Herz hüpft! Ich freue mich wirklich sehr über diese Chance.

Unsere Flitterwochen auf Malta

Mein Mann André und ich waren vom 4. September bis zum 13. September in den Flitterwochen auf der Mittelmeerinsel Malta.
Es ging am Sonntag schon zeitig los, mit Koffer und Handgepäck zum Dresdner Hauptbahnhof. Von dort mit dem IC nach Berlin, zum Flughafen BER.

Ich war wirklich sehr nervös. Doch zum Glück saß mein flugversierter Ehemann neben mir und hielt meine Hand, während sich der Flieger erhob und über das Land flog. Wir mussten in München umsteigen und es war bereits sehr knapp. Nun kam es allerdings auch noch zu Verspätungen, sodass wir unseren Anschlussflug von München nach Malta um wenige Minuten verpassten. Die Lufthansa buchte uns dann aber für die Nacht noch ein Hotel und wir mussten eine Nacht in München verweilen, bis es weitergehen konnte.

Am nächsten Morgen ging es dann also wieder zum Flughafen. Im Flugzeug war ich nun etwas ruhiger, da ich den Start, die Turbulenzen und das Landen nun schon ein wenig gewohnt war.

In Malta angekommen schlug uns warme Luft entgegen. Während in Deutschland schon fast der Herbst eingezogen war, war es in Malta natürlich noch sommerlich heiß mit bis zu 35 ° Celsius.

Unser Hotel war mitten in der alten Stadt Mdina gelegen und war wirklich luxuriös. Es war ein kleines Hotel, rein von den Zimmern her, wir hatten erst das Zimmer Nummer 5 – doch ging dort das WLAN nicht, sodass wir in Zimmer 2 verlegt wurden.

Die Tage waren wir viel unterwegs, mit dem Bus. Was ein wenig gewöhungsbedürftig war, dass alle Autos, Busse und auch Fahrradfahrer im Linksverkehrs fuhren. Man hatte an den Bushaltestellen somit ständig das Gefühl, an der falschen Haltestelle zu sein!

In Mdina besuchten wir auch das Naturkundemuseum. Wer mich kennt, weiß, wie sehr ich solche Museen liebe!

Tierskelette im Naturkundemuseum

Wir waren oft in der Hauptstadt Maltas, Valetta, unterwegs. Wir betrachteten die alte Stadt und ihre engen Straßen, waren am Fort und an St. John’s Kathedrale. Einen Tag sind wir mit dem Boot nach Gozo übergesetzt. Und am letzten Tag besuchten wir den Fischermarkt Marsaxlokk (fragt mich nicht, wie man das ausspricht!).

Fischermarkt Marsaxlokk

Am Donnerstag gönnten wir uns eine Massage, die wirklich sehr angenehm war. Auch hatte das Hotel einen eigenen Pool, wo wir entspannen konnten. Leider ist meine helle Haut nicht für Malta geschaffen und ich habe mich trotz LSF 50 ordentlich verbrannt.

Morgens gab es immer Frühstück im Hotel und abends waren wir entweder im Supermarkt für den Hunger zwischendurch oder sind Essen gegangen.

Alle im Hotel waren super freundlich, wir haben oft einfach Smalltalk betrieben und haben die Angestellten über Malta und die maltesische Kultur ausgefragt.

Am letzten Tag bekommen wir zum Anlass unserer Flitterwochen sogar eine Flasche Prosecco aufs Haus!

Gestern verließen wir das Hotel schon um 6 Uhr, fuhren mit dem Taxi zum Maltesischen Flughafen, dann nach München, von München nach Berlin und erwischten in letzter Minute den Bus nach Dresden.

Es war ein wunderbarer Urlaub, die besten Flitterwochen die man sich wünschen kann! Unsere gemeinsame Zeit war vollkommen, alle waren sehr nett, das Essen war gut…was kann es besseres geben?

Subjektive Seite der Schizophrenie 2022 in Leipzig

Unter dem Thema „Vom Bruch zur Entwicklung“ fand am 1. bis 3. Juni 2022 die trialogische Tagung der „Subjektiven Seite der Schizophrenie“ statt.
Es waren sehr lehrreiche, interessante Tage in Leipzig. Direkt als ersten Vortrag der Tagung war ich als Referentin gefragt. Mein Thema war, wie Brüche die Biografie beeinflussen und wie es mir mit Krisen geht und welche Erfahrungen ich gemacht habe. Weil dieser Vortrag gut ankam, durfte ich gleich danach noch bei einer Podiumsdiskussion teilnehmen, dessen Frage war, wie man die Psychotherapie Menschen mit Psychoseerfahrungen bringt. Neben Ärzten, Psychotherapeuten und Sozialarbeitern ich! Es war aufregend!
Am Donnerstag hatte ich dann noch einen anderthalb stündigen Workshop zur Leitfrage: „(Durch)-Bruch: Einbindung von Schizophrenie-Betroffenen in der EX IN-Qualifizierung“. Wir waren knapp 10 Frauen in einem Gebäude der Uniklinik. Mein Angebot wurde gut wahrgenommen und ich konnte die Zeit mit Übungen und Aufgaben füllen. Es entstand auch eine angeregte Diskussion.
Mein Fazit: es fiel mir erst einmal sehr schwer alleine in einer Stadt zu sein, die ich kaum kenne. Alleine im Hotel den Weg mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln zum Tagungsort finden, Kontakte knüpfen, vor vielen Menschen in einer vollen Kirche sprechen und einen Workshop alleine halten. Aber ich bin wirklich über mich herausgewachsen! Und ich bin wirklich stolz auf mich, dass alles so gut lief und ich sehr viel positives Feedback bekommen habe.

Nächstes Jahr Ende August findet die SuSe im Übrigen in Wien statt und ich würde mich sehr freuen, wenn ich wieder referieren kann!

Ich bin Genesungsbegleiterin!

Nach beinahe zwei Jahren, vielen Gruppenarbeiten und Rollenspielen, nach interessanten und anregenden Gesprächen und harter Arbeit:
Ich bin nun zertifizierte Genesungsbegleiterin!

Damit enden zwölf Module wie Empowerment, Trialog, Salutogenese und die Arbeit am eigenen, persönlichen Profil.
Es war eine schöne Zeit! Und ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit dazu hatte. Hier noch einmal ein Herz an Mufasa und Löwenherz, die es mir überhaupt ermöglicht haben das Ganze finanziell zu stemmen.
Auch wenn es mir nicht immer leicht fiel und ich auch an meine Grenzen gekommen bin, ich habe es geschafft.
Und darauf kann ich zurecht stolz sein.

Kalt erwischt

Es hat mich nun auch erwischt: das Corona-Virus. Donnerstag Abend hatte ich die ersten Symptome, am Freitag einen positiven Schnell- und auch einen positiven PCR-Test. Die ersten Tage waren wirklich, wirklich heftig. Mittlerweile geht es mir besser, dafür ist André etwas erkältet, gerade eben ist er beim Testen in der Apotheke.
Nun gut, Tee trinken, viel schlafen, dann geht auch das vorbei.