Im Lager

Teil zwei der allseits beliebten Reihe: Alltag in der Jugendwerkstatt.

Heute hieß es zeitig aufstehen, um 6:30. Für mich völlig ungewohnt. Dann ging es in die Jugendwerkstatt und heute durfte ich im Lager, Ein – und Verkauf helfen. Zu erst haben wir besprochen, was für die Cafeteria gebraucht wird. Einkaufsliste erstellt und dann bin ich zusammen mit einer anderen aus der Werkstatt einkaufen gewesen.

Danach habe ich noch die Inventur gemacht. War zügig bei der Sache, danach hatten sie dann keine Aufgaben mehr für mich….so endeten die drei Stunden Probearbeiten für mich.

Der Tag endete allerdings noch nicht: Fahrschule stand auf dem Plan. Danach bin ich zum “Kompass” und habe einen Berufs-Interessen-Test gemacht. Das Ergebnis deckte sich mit meinen Vorstellungen. Aber ich habe noch eine Mail an die Agentur für Arbeit geschrieben, wo mich die Mitarbeiterin aus der Beratungstelle hin begleiten will.

Abends dann habe ich noch einen Kaffee mit einer Freundin getrunken. Nun bin ich zu Hause, ruhe mich aus bei einem schönen Bad. Morgen dann….Theorie Prüfung! Ich bin so nervös. Ich habe Angst nicht zu bestehen!

In der Küche

Heute hatte ich mein erstes Probearbeiten in der Küche der Jugendwerkstatt “mc mampf”. Als ich angekommen bin, wusste ich erst mal nicht wohin ich mich wenden sollte. Bin dann einfach in die Küche gegangen und habe mich kurz vorgestellt. Dann hat mich der Anleiter kurz herum geführt und mir den Pausenraum zum Umziehen gezeigt. Es gab ein weißes Shirt und eine grüne Schürze.

Dann ging es auch direkt los! Ich habe einen russischen Zupfkuchen gebacken, aufgewaschen und aufgewaschen und aufgewaschen….und dann beim Kochen geholfen. Es gab Buletten mit Sükartoffelbrei und angeschwitzten Möhren. Das Essen wird in der Cafeteria an allerhand Mitarbeiter des Gebäudes verkauft. Ich habe das Essen dann serviert, das Geschirr eingesammelt, aufgewaschen und so weiter.

Das Ganze ging 3 Stunden, danach war ich fix und fertig. Zu Hause habe ich mich dann ausgeruht und abends bin ich mit André essen gegangen, ins “Hans im Glück”.

Ich fand die Arbeit eigentlich ganz gut, aber auf Dauer wird das nichts. Aber ich bin stolz auf mich, dass ich es geschafft habe!
Morgen geht es dann weiter, in einem anderen Bereich. Außerdem habe ich Fahrschule und einen Berufs-Interessen-Test im “Kompass”.

Neue Wege gehen

Es ist an der Zeit, neue Wege zu gehen. Nämlich mit großen Schritten Richtung Arbeit. Gestern war ich bei der Beratungsstelle “Kompass”, wo ich ein sehr schönes, aufschlussreiches Gespräch hatte. Ich werde von dieser Seite aus Hilfe bekommen, um irgendwann das Ziel “sinnvolle Tätigkeit” zu erreichen. Dabei bekomme ich Unterstützung, kann einen Test machen welche Ausbildung mir liegen könnte und was das Ambulant betreute Wohnen (kurz: ABW) angeht. Ich bin so froh, diese Beratung gefunden zu haben! Mir wurde auch die Jugendwerkstatt “mc mampf” empfohlen, wo ich direkt heute ein Infogespräch hatte. In den nächsten zwei Wochen kann ich dort Probearbeiten. Juhu! Allerdings muss mich das Amt, bevor die Werkstatt bewilligt wird, mir noch bescheinigen das ich mehr als 3 Stunden täglich arbeiten kann…..derzeit heißt es, dass ich unter 3 Stunden arbeitsfähig bin….

Drückt mir die Daumen, dass das Amt mit spielt! Das wäre eine so große Chance für mich! Der Bereich, der mich interessiert, ist eine Medienwerkstatt. Kunst, Design und Fotografie – klingt wie für mich gemacht! Ich hoffe so, dass das klappt. Ein wenig Glück habe ich schließlich auch mal verdient….

Alle Jahre wieder

…bekomme ich im Februar eine Erkältung.
Der Februar ist der Monat, den ich am wenigsten mag. Liegt am Wetter, der Sehnsucht nach dem Frühling, die Zeit in der die meisten Menschen krank sind. Nun hab ich eine leichte Erkältung mit Fieber und psychisch ging es mir auch schon besser. Heute wurde wieder die (dringend notwendige)  Therapie abgesagt, da meine Thera auch erkältet ist. Na toll. Das heißt ich habe erst wieder am 25.2. einen Termin.

Dafür sind die Gliederschmerzen so gut wie weg. Meine Hausärztin reduziert das Prednisolon sukzessive und damit ebben auch die Nebenwirkungen ab.

Auch gibt es sonst vieles: viele Geburtsgasfeiern, Theorierprüfung für die Fahrschule, allerlei EX IN und Vereinszeug. Für diese Woche lass ich es noch mal ruhig angehen, bis ich wieder ganz fit bin.

Bis dahin…Heiße Zitrone, Halsbonbons und Ruhe.

Das Kind hat einen Namen

Seit September plagen mich starke Gelenkschmerzen. Ein Besuch beim Rheumatologen stellte sich als Tortur raus, ohne Befund – außer: psychosomatisch. Meine Hausärztin hat mir zum Glück geholfen und nun hat das Kind einen Namen:
es ist vermutlich eine “Polymyalgia rheumatica”. Dagegen habe ich nun Medikamente erhalten und hoffe, dass diese anschlagen und ich meine Schmerzen bald los bin!

Außerdem geht es mir psychisch nicht gut.Deswegen habe ich bis nächste Woche Freitag einen Krankenschein. Fahrschule und Theorieprüfung habe ich abgesagt. Ich hoffe ich komm bald wieder auf den Damm – OHNE Klinik. Erstmal hab ich zur Beruhigung Tavor bekommen und schone mich einige Tage. Wünscht mir Glück, dass es so geht. Leider ist meine Therapeutin krank, meine Ärztin diese Woche auch. Deswegen war ich beim Vertretungsarzt. Bei ihm hab ich immer das Gefühl mich für meine Krankheit rechtfertigen zu müssen….am Montag hab ich zum Glück einen Termin bei meiner Psychiaterin.

Wie es so läuft

Ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen! Derzeit steht viel an: ein Besuch beim Rheumatologen, da ich starke Gelenkschmerzen habe. Die erneute Theorieprüfung der Fahrschule, sowie die Praxisstunden und Pflichtfahrten. Dann noch Vereinsarbeit für EX IN Sachsen e.V. und die Arbeit mit den Schülern für “Verrückt, Na und!” außerdem das übliche: Arzt, Therapie, Freunde,….

Deswegen geht es mir auch nicht so gut. Es ist derzeit einfach so unglaublich viel, stressig, triggert die Psychose. Einfach ist es nicht, aber ich möchte dieses Jahr ohne Klinik schaffen!
Leider sind auch die Suizid & Selbstverletzungsgedanken recht stark. Aber ich kämpfe mich jetzt dadurch, versuche das hinter mir zu lassen und bin weiterhin stark!

Unsere neue Wohnung ist derzeit ein schöner Rückzugsort. Ich habe ein Arbeitszimmer, ein großes Bad, ein wunderschöner Balkon, auf dem Nathan gerne sitzt. Der Umzug war stressig, aber nun ist es geschafft!

Ich bin froh, dass ich so viele liebe Menschen um mich habe. Das hilft ungemein. Auch wenn es mir nicht gut geht, auf jene kann ich mich verlassen.

Das Jahr 2018

von: @szvmanski

Es ist wieder an der Zeit für einen Jahresrückblick!
weltkehrt.de ist nun 4 Jahre alt.

Und hier sind die Statistiken:

  • Aufrufe gesamt: 1.301.446
  • Gesamt Beiträge:312

Was ist dieses Jahr alles geschehen?

Einerseits war ich im Sommer wieder in stationärer Therapie. Andererseits war ich Gründer von EX IN Sachsen e.V. und auch Mitglied bei Selbsthilfedrei e.V.

Ich hatte viele Stunden Fahrschule und konnte meine Ängste dabei überwinden. Auch besuchte ich zum zweiten Mal die Eurofurence Convention.

Besonders war vor allem meine Beiträge in der DROBS und Veröffentlichung eines Artikels über mich seitens der dpa. Ich bin in die Öffentlichkeit gegangen und habe daher viel positives Feedback bekommen.

Auch hatte ich meine erste eigene Ausstellung – BEYOND REALITY. Allerdings endete die Einzel-Kunsttherapie für mich, was mich sehr traurig machte.

Ich bin mit André am Neujahrstag 5 Jahre lang ein Paar und davon 3 Jahre verlobt. Nathan ist nun auch seit knapp 1,5 Jahren ein Teil unserer kleinen Familie.

Es gab wieder schwere Phasen, psychotische Schübe und viele Tränen. Aber auch schöne Momente, Freudentränen, lautes Lachen und tolle Begegnungen und Begebenheiten.

Ich hoffe 2019 wird sich einiges ändern….

….denn es kann nur besser werden!!!

142 km/h

Ich bin noch immer dabei, die Fahrschule zu machen.

Klinikaufenthalte, Krankheitsphasen, Medikamente mit denen man nicht fahren darf weiten meine Praxisstunden aus. Aber gestern gab es zum ersten Mal ein Erfolgserlebnis: mein Fahrlehrer hat mich auf die Autobahn fahren lassen, ohne das ich es vorher wusste was er plant.

Überland war für mich der reinste Horror: wie soll ich bitte 100 km/h fahren?! Aber auf der Autobahn hatte ich keine Angst und habe einen Rekordwert für mich erreicht: 140 km/h! Und das ohne Panikattacke. Mein Fahrlehrer war auch sehr zufrieden mit mir.

Am Montag habe ich 135 min Fahrstunde und werde die meiste Zeit Autobahn fahren. Angst? Nicht im geringsten!

“Haben die Nachbarn das Wasser vergiftet?”

“Es begann daheim im Badezimmer. Anna Kunze, 16 Jahre alt, putzte wie jeden Mittwoch das Bad. Plötzlich rief eine Stimme: “Anna! Anna!” Wer war das? Ihre Eltern waren unterwegs, das wusste sie sicher. Lief der Fernseher noch? Kunze lief durch das Haus, wurde panisch, fand niemanden. Die Stimme aber war da, laut und stark, als würde jemand direkt hinter ihr stehen. Es war der Anfang von Kunzes Schizophrenie.”

Spiegel Online: Habendie Nachbarn das Wasser vergiftet?

Ein Artikel über mich in “Spiegel Online”!

Wow, ich bin begeistert. Im Juli schrieb mich eine Journalistin an, ob ich Lust auf ein Interview zum Thema Schizophrenie hätte. Ein wahr gewordener Traum für mich! Über Telefon nahmen wir Kontakt auf und nun, im November, ist der Artikel draußen.

Danke an Frau Arens von der dpa, ich bin gerade sehr glücklich!

Weitere Artikel:

STERN

SVZ.de

Dattelner Morgenpost

Südkurier

Stimberg Zeitung

Westfälische Nachrichten

Kölnische Rundschau Online

Westfalenpost

Lippsche Landeszeitung

Rosen Apotheke Greifswald

t-online

Mainpost

Post Apotheke

Apotheke am Paulinenplatz

Neue Apotheke Kodersdorf

SZ Online

Streich Apotheke

Frankfurter Rundschau

Rhein-Neckar Zeitung

Südkurier

General Anzeiger Bonn

Merkur

NRZ

Endspurt für 2018

Langsam kommen wir in den Endspurt des Jahres 2018.

Derzeit bin ich wieder in einer prä-psychotischen Situation. Halluzinationen sind stärker, ich bin sehr schlapp und gehemmt und meine Gedanken sind mal rasend, mal träge.

Ich bin noch immer mit der Fahrschule am Gange, mache Therapien und versuche meinen Tag zu strukturieren.

Außerdem bin ich nun endlich mit André in eine große, schöne 3 Zimmerwohnung gezogen, in der sich auch Nathan sichtlich wohl fühlt. Wir haben so lange nach einer bezahlbaren Wohnung gesucht und hier eine wundervolle gefunden.

Die Pflichtstunden in der Fahrschule baue ich Schritt für Schritt ab. Heute war die letzte Überland-Fahrt. Mittlerweile macht mir das schnelle Fahren sogar Spaß, auch wenn ich anfangs Schweißausbrüche bei über 70 km/h hatte!

Es läuft also, es geht vorwärts, aber so richtig gut geht’s mir nicht….

Aber das wird schon wieder.