Mir geht es gut!

Es kam in letzter Zeit recht wenig. Aber ich kann stolz sagen: Es geht mir derzeit gut!

Ich lebe meinen Alltag, plane viel, habe das ein oder andere Projekt und bald noch einen Kurzurlaub in Berlin. Ich mache Fahrschule, Therapie, kümmere mich um mich selbst (mit das schwierigste in der Akutphase) und habe ein Sozialleben. Hochzeiten, Geburtstage, Feiern gab es die letzten Wochenenden. Und dabei ist ein jemand nicht dabei – die Psychose.

Warum meine Einträge kurz sind…

Ihr als Leser werdet fest gestellt haben das die letzten Blog – Beiträge sehr kurz ausgefallen sind.

Wer Psychosen kennt weiß, wie anstrengend Kopf-Sachen sind. Das Denken ist verlangsamt und die Gedanken etwas unklar. Ich rede manchmal komische Sätze, finde nicht die Worte und lesen, konzentrieren fällt schwer.

Da ein kurzer Beitrag schon mehr als genug Kraft benötigt beschränke ich mich aufs nötigste.

Wenn es mir besser geht, wird es wieder mehr zu lesen geben.

I – Woche 4 – Psychiatrie

Ich wurde auf ein anderes Zimmer verlegt, denn mit der Oma zusammen ging es nicht mehr! Nun bin ich mit zwei Frauen in einem Zimmer, die sehr nett sind. Wir unterhalten uns gut und haben ein harmonisches Zusammenleben.

Weiterhin ist nichts in der Medikamenten-Front geschehen. Auch Gespräche gab es keine. Die Psychoedukation langweilt mich, in der Ergotherapie bastel ich vor mich hin …

Stimmen nach wie vor da und sehr laut. Auch komische Wahrnehmungen. Es ist nicht einfach derzeit.

Die Assistenzärztin möchte mich definitiv noch etwas auf Station lassen.

Zumindest kann ich nachmittags nach Hause, wo André und Nathan warten.

I – Woche 3 – Psychiatrie

Es mag nicht so richtig vorwärts gehen in der Klinik. Die Medikamente sollen verändert werden, aber ich weiß noch nicht wie. Gespräche gibt es nur in der Visite – für 5 Minuten.

Auf meinem Zimmer ist eine verwirrte ältere Frau, die es mir auch nicht gerade einfach macht.

Ansonsten bin ich in letzter Zeit sehr müde und die Stimmen sind laut. Blöde Situation. Ich hoffe es wird bald besser.!

I – Woche 1 – Psychiatrie

Seit Montag bin ich wieder in der Psychiatrie. Ich hatte starke Ängste und Gedanken, Misstrauen und Stimmen.
Ich bin zu meiner Thera und diese redete mit meiner Ärztin und so wurde ich dann aufgenommen.
Noch geht es mir nicht besonders besser, aber das ist ja auch verständlich…
Morgen kommen meine Eltern zu Besuch, darauf freue ich mich schon!

15. März

Derzeit ist es wieder schwieriger. Ich habe meine To Do Liste schon minimiert, aber dennoch ist mir alles zu viel. Meine Ärztin hat die Medikamente erhöht, da ich dauernd mit Panikattacken zu kämpfen habe.

Die Vorbereitung für die Vernissage läuft hingegen gut. Heute haben wir die Bilder auf Karton aufgezogen und am Dienstag kommen sie in die Rähmen. Ich freue mich wirklich darüber. In meiner Galerie gibt es auch einige der Bilder zu sehen.

 

 

Das einfachste der Welt

Ich hatte erst neulich ein Gespräch, wo ich sagte: “Ich habe es gelernt, war gar nicht so einfach!” Mein Gegenüber meinte jedoch: “Das ist doch das einfachste der Welt.”

Tja, was soll ich dazu sagen?
Mir fällt lesen leicht. Mir fällt es leicht zu kochen, die Wäsche zu machen, zu schreiben.

Heißt das etwa, dass es jedem leicht fällt?
Es gibt Menschen, die sind erwachsen und können weder lesen noch schreiben. Sind die etwa dumm?

Nein, keinesfalls!
Nur weil ich etwas einfach finde, heißt das noch lange nicht, dass dies jedem leicht fällt.

Urteile nicht über einen anderen Menschen.

MIR fiel es nicht leicht und ich musste es erst lernen. Nur weil jemand es besser, schneller und einfacher findet, ist das noch lange nicht für jeden so!

Also. Urteile nicht über das Leben oder die Fähigkeiten eines Anderen.

Denn schließlich kannst du auch irgendetwas nicht!

Beyond Reality

Meine Ausstellung “BEYOND REALITY” wird eröffnet am 21. März 2018 in der Zeit von 15:30 bis 17 Uhr.

Ort der Ausstellung ist die AWO Kontakt- und Beratungsstelle in der Herzbergerstr. 24 (Eingang Prohliser Allee).

Ich freue mich sehr!

Ewige Kämpfe

Neues Jahr. Große Veränderungen. Viel zu tun. Ein ewiger Kampf.

Derzeit bin ich jeden Tag gut dabei. Fahrschule, Vereinsgründung von EX IN Sachsen e.V., Beratung und Mithilfe im Selbsthilfenetzwerk. Und daneben noch leben, Haushalt, Freunde und Familie.

Die Therapie läuft gut derzeit. Wir machen einen Plan für das Jahr 2018. Was ich erreichen möchte, was meine Ziele sind. Es gibt einiges zu tun.

Nebenbei plane ich noch meine eigene Ausstellung in der Beratungsstelle, in der ich oft bin. Das freut mich, ist aber auch anstrengend und aufregend.

Heute war ich in der PIA etwas abholen. Meine Ärztin kommt auf mich zu. “Frau Kunze, Sie haben ja in der Gestaltungsgruppe wunderbar gezeichnet!”
Die Worte gehen runter wie Öl. Ich bin nicht nur die Kranke. Nein, ich bin auch die Frau Kunze, die gut zeichnen kann, andere berät und viel ehrenamtlich tätig ist. Es ist gut eine eigene Identität aufzubauen – und nicht “die schizophrene” zu sein. Ich bin nicht nur krank. Nein. Ich bin Künstler, Blogger, gehe gern spazieren, schreibe Gedichte, bin aktiv. Das ist wichtig. Gerade wenn man sich auch nicht (wie wohl die meisten) über seinen Beruf identifiziert.