3. März

Ich konnte die Nacht mal wieder nicht schlafen und hab nebenbei im Fernsehen alle möglichen Dokus „gesehen“,  wenn man mein hin und wider mal hin schauen so nennen kann. Erst über einen großartigen Schriftsteller, Philip K. Dick, der unter anderem The Man in the high Castle, Minority Report und Blade Runner (Träumen Androiden von elektrischen Schafen?) geschrieben hat. Der hatte im übrigen auch einen Dachschaden, also gibt es noch Hoffnung für mich. Er war auch zeitweise paranoid und psychotisch.
Dann heute vormittag der Termin beim ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit. Was ich gut fand war, dass sie sich Zeit genommen hat, die Ärztin. Sie war am sich auch so ganz nett. Zuerst hat sie die üblichen Fragen gestellt („Was ist, Ihrer Meinung nach, mit Ihnen los? Warum haben Sie heute den Termin?“).  Und dann weiteres zur Krankheitsgeschichte, über meine Medikamente und weitere Erkrankungen. Dann hat sie den Blutdruck gemessen, neurologische und allgemeinärztliche Tests gemacht und mein Sehvermögen getestet. Dann Urin-Abgabe. Mensch, jedes mal wenn ich beim Arzt bin. Seh ich so verdächtig wie ein Drogenabhängiger aus?
Ich bin mir allerdings nicht so sicher, ob sie das mit der berufsvorbereitenden Maßnahme verstanden hat. Weil sie am Ende meinte, dass sie derzeit nicht denkt das ich eine Ausbildung schaffe, aber darum geht’s ja nicht. Sondern um die Reha. Mhm. Mal sehen.
Jedenfalls war das Fazit Ausbildung im Berufsbildungswerk, also im geschützten Rahmen. Es macht Sinn und ist realistisch. Aber die Vorstellung…Ist gerade nicht so förderlich für mein Selbstbild. Ich wollte immer irgendwas tolles studieren und einen Bachelor oder Master Abschluss… Und ich schaffe nicht mal eine Ausbildung auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Eine Antwort auf „3. März“

  1. Sei bitte nicht traurig , sieh mal so : das Modell Schule , Abitur , Ausbildung, Studium und bis zur Rente arbeiten mag sich wohl für den Großteil der Menschheit bewährt haben. Schließlich erwirtschaftet man damit seinen Lebensunterhalt aber glücklich ? Glücklich sind doch die Wenigsten , die im Hamsterrad strampeln. Klar gibt es Leute , deren Beruf Herzenssache ist. Wie dem auch sei , es ist nur ein Weg , den man beschreitet. Dein Weg ist anders , irgendwie schon sehr schwierig, denn deine Krankheit mit ihren vielen Gesichtern macht es nicht einfach….
    Aber denke daran , du hast ein großes Potential, Talente und einen starken Willen. Sonst wärst du nicht hier. Geh deinen besonderen Weg und glaube an dich , so wie wir an dich glauben, dass du es schaffst. Versuche glücklich zu sein , bei den Dingen, die du tust. Freue dich über das , was du schon erreicht hast. Ich wünsche dir alles Glück und bin immer an deiner Seite.<3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.