Die Sache mit der Behinderung

Die Tage ohne Beschäftigung vergehen und die Ängste vor der Ausbildung wachsen. Ich warte auf diesen magischen Tag, den 1. September, denke daran wie ich mich verhalten soll, wen oder was ich darstellen möchte, wie ich mich präsentieren soll. Stark oder schwach? Begabt oder ohne Vorerfahrung? Interessiert oder offen für Alles? Ich habe meine Traumstelle, eine Ausbildung die mich interessiert, aber dennoch sind da Ängste. Und diese Ängste sind anzugehen – fand ich, meine Mutter ebenso. Also kam sie mit nach Dresden und wir gingen gemeinsam zum Arbeitsamt. Dort erwartete uns eine sehr lange Schlange vor dem Schalter der Integrationsamts. Aber meine Mutter, die sehr gut mit Menschen reden und umgehen kann, schaffte es in einem kurzen Gespräch, dass wir innerhalb einer Viertelstunde zum Chef der Abteilung kamen.
Im Gespräch mit diesem stellte sich heraus, welche Möglichkeiten es gibt. Wäre ich körperlich behindert könnte ich einen höhenverstellbaren Tisch anordern. Hätte ich keinen Ausbildungsplatz könnte ich vom Amt vermittelt werden. Da ich aber psychisch eingeschränkt bin, wird mein Weg zum Grad der Behinderung führen. Durch diesen habe ich Kündigungsschutz, der Arbeitgeber bekommt Geld, wenn er mich als Behinderte einstellt, ich habe mehr Urlaub…viele Vorteile. Die Nachteile wollten wir heute bei einem weiteren Gespräch erfahren. Dazu hatten wir einen Termin bei einer Berufsberaterin auf dem Arbeitsamt. Sie war ebenso wie der andere Berater sehr nett und verständnisvoll. Hier bestätigte sich die Aussage, dass der GdB der einzige und womöglich beste Weg sei, um Unterstützung während der Ausbildung und Hilfen bei erneuter Krankheit zu bekommen.
Also fuhren wir zum Sozialamt und holten uns den Erstantrag für die Behinderung.
Mal sehen…
Nächste Woche habe ich außerdem das Gespräch mit der zuständigen Beraterin für das Ambulant Betreute Wohnen.
Es wird sich demnach viel ergeben in nächster Zeit. Ich bin aufgeregt. Was sagt wohl Locke dazu?

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