III – Woche 14 – Tagesklinik

Nach dem Frühstück auf Station hieß es Sachen packen. Dann ging es in die erste Etage auf die Tagesklinik. Ich kannte die Räumlichkeiten durch meine Psychologin von der geschlossenen Psychiatrie und durch Vorab-Besuche, damit der Übergang einfacher wird. Am selben Tag hatte ich bei einem anderen Psychologen ein erneutes Aufnahmegespräch, bei dem ich meine Ziele für die Tagesklinik formulieren sollte. Außerdem fragte er mich über meine Halluzinationen aus, wie ich die Schatten sehe, was ich höre, wie das Blut aussieht, dass ich manchmal sehe. Danach hatte ich mein drittes EEG – aber zum ersten Mal mit Dreadlocks, was eine ganz schöne Herausforderung für die Neurologin war 😉
Auf der Tagesklinik ist immer ein Krankenpfleger und ein Arzt im Dienst. Außerdem kann man sich außerhalb der Zeiten auf den anderen Stationen melden, wenn etwas im Argen liegt.
Die Station umfasst ungefähr 20 Patienten. Alle sind sehr nett zu mir gewesen und haben mich begrüßt. Alle Anfänger-Fragen wurden mir beantwortet und Bahn fahre ich auch zusammen mit einigen anderen, die auch in Gorbitz wohnen.
Zusammen ist man weniger allein, heißt es. Und so ist es auch auf der Tagesklinik. Zwar gibt es ein wenig Grüppchen-Bildung, aber dennoch verstehen sich alle gut. Das Klima ist wirklich schön, entspannt und sehr, sehr freundlich. Das macht den Einstieg natürlich um einiges leichter.
Dafür ist der Tagesplan ziemlich straff und durch organisiert. Ich gerate schnell an meine Grenzen. Vor allem die langen Gesprächsrunden und der viele Sport machen mich ziemlich schnell kaputt. Abends falle ich ins Bett…aber daran werde ich mich schon noch gewöhnen.

3 Antworten auf „III – Woche 14 – Tagesklinik“

  1. Liebe Anna,
    auch wenn ich heute nicht viel schreiben werde, sollst du wissen, dass ich deinen heutigen Beitrag gelesen habe. Ich finde, was du berichtest klingt ganz gut und ich freue mich richtig mit dir mit! Ich kann mir vorstellen, dass so ein ausgefüllter Tag stressig ist!
    Ich hatte heute auch einiges zu tun, weil wir Besuch bekommen. Rainers Mutter (wohnt ca. 45 Min. von hier weg) feiert am Montag ihren 86.Geburtstag. Da schlafen Rainers Bruder, Frau und Tochter hier bei uns. Sie kommen morgen Nachmittag aus Stuttgart. Da habe ich einiges vorbereiten müssen.
    Heute Nachmittag war ich zu einer Vernissage im Alten- und Pflegeheim hier in Bergen. Der „Amateurmalkreis Celle“ hat ausgestellt. Es waren schöne Bilder dabei.
    Du wirst schon schlafen, deswegen wünsche ich dir jetzt nicht eine gute Nacht….(die sollst du aber trotzdem haben!), aber ganz liebe Grüße von Rainer und mir!!!
    Deine Tante Marion

    1. Danke liebe Marion für deinen Kommentar!
      Das liest sich ja sehr stressig bei dir, hoffentlich hast du den Besuch gut überstanden.
      Schön, dass du außerdem auf der Vernissage warst. Ein bisschen „Input“ von außen ist sicher nicht verkehrt.
      Liebe Grüße

      1. Ach, es ist schön, wenn man merkt, dass sich die Gäste wohlfühlen. Das wiegt allen „Stress“ auf! Außerdem lernt man es schätzen, wenn man selbst auch Gast bei jemanden ist. Ich musste bei deinem Beitrag „Ort der verlorenen Socken“ richtig schmunzeln. Das Foto dazu ist ja köstlich! Lass es dir weiterhin gut gehen.
        Alles Liebe
        Tante Marion

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