„Die Wunschperle“ von Uwe Heidschötter und Patrick Wirbeleit

Anton, die kleine, grüne Schildkröte, ist traurig. Immer. Weder eine Fahrt auf dem Tentakel-Karusell noch seine Leibspeise können ihn aufmuntern. Weil das auch seinen beiden Geschwistern, seinen Eltern und dem Opa auffallen, kommt Anton in die Wellenklinik. Dort lernt er viele andere Kinder kennen: den Orka Beißer, der vor allem Angst hat, den st-st-st-otternden Splutter, Tom, der eine Essstörung hat und der aufgedrehte Zack.
Mit der Hilfe von Dr. Gibraltar und anderen Therapeuten lernt Anton, mit seiner Depression umzugehen. Er findet in den Mitpatienten Freunde und macht sich letztendlich auf die Suche nach der geheimnisvollen Wunschperle.
Währenddessen müssen Antons Geschwister mit Stigmatisierungen kämpfen: wenn einer in der Familie „verrückt“ ist, sind es alle Anderen auch. Sein Bruder Oskar wird beispielsweise aus seiner Sportmannschaft geschmissen, er wird konfrontiert mit Unverständnis und Vorurteilen.

Das Buch ist ein Comic und wirklich wunderschön illustriert. Ich empfehle das Buch für Kinder mit psychisch kranken Geschwistern, aber auch allen anderen Interessierten.
Es ist kindgerecht erzählt und gestaltet, auch als Erwachsener kann man der Geschichte gut nachfühlen – gerade wenn man selbst Erfahrungen mit psychischen Störungen gemacht hat oder Angehöriger ist.

Es eignet sich sicher auch gut zum Vorlesen und schafft Raum für eigene Gedanken und Fragen bezüglich psychischer Erkrankungen.
Für mich definitiv eines der besten Kinderbücher zu diesem Thema!

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