„Normal“ von Allen Frances

Rein zufällig hab ich in der Krankenhaus-Bibliothek einen Schatz gefunden, den ich schon lange gesucht hatte. Das Buch habe ich im Buchhandel schon quergelesen und war zum Fazit gekommen es unbedingt lesen zu müssen – und ohne das ich daran dachte fand ich es in der Krankenhaus-Bibliothek wieder. Es geht um Allen Frances Buch „Normal – Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen“.
Eine ständig expandierende Psychiatrie, die sich mühelos über die ohnehin schwache Grenze hinwegsetzt, hat den Bereich des „Normalen“ sehr schnell schrumpfen lassen. Sind die Wutanfälle meines Sohnes normaler Bestandteil seiner Entwicklung oder ein frühes Warnsignal für eine bipolare Störung?  […] Ist meine Tochter eine kreative Exzentrikerin oder eine künftige Psychotikerin, die massive Psychopharmaka braucht?
– Zitat von Seite 64 f., Allen Frances, DuMont Verlag
In drei Teilen wird sich dem Thema Normalität, Krankheit und Modediagnosem gewidmet. Man erhält einen Überblick über die Entwicklung des fast unfassbaren Begriffes „normal“ und den geschichtlichen Veränderungen der Psychiatrie. Durch viele Fallbeispiele wird dem Leser aufgezeigt was Falschdiagnosen bewirken können.
Für mich ganz klar eines der Bücher (für Laien) über Psychiatrie!

Eine Antwort auf „„Normal“ von Allen Frances“

  1. Guten Abend Anna,
    inzwischen folge ich deinem Blog regelmäßig mit viel Interesse. Allerdings habe ich erst später deine Antwort auf meinen ersten Beitrag gelesen. Das liegt daran, dass die „Kommentare“ abgesetzt von deinen eigenen Beiträgen erscheinen. Danke jedenfalls für deine liebe Antwort.
    Ich habe übrigens seit einigen Jahren auch einen Blog auf der Internetseite der Stadt Bergen, allerdings rein beruflich. Ich mache das zur Information der Leser, aber es bringt auch mir etwas. Ich bin so gehalten, das eine oder andere noch einmal zu reflektieren, was so passiert.
    Von Tante Marion habe ich gerade gehört, dass du heute einen guten Tag hattest. Super! Davon wünsche ich Dir noch eine ganze Menge.
    Ich selbst habe (leider) keine Zeit mehr, mich viel mit Literatur über Psychologie zu beschäftigen. Allerdings bin ich da auch etwas vorbelastet. Als junger Mann war ich nämlich einmal Jugendgerichtshelfer und ehrenamtlicher Bewährungshelfer für junge Menschen zwischen 14 und 21 Jahren. Das hat auch sehr, sehr viel Spaß gemacht. Obwohl, Spaß ist da wohl nicht so der richtige Ausdruck. Aber ich denke, du weißt, was ich meine.
    Lieben Gruß von deinem angeheirateten Onkel
    Rainer

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