„Neben der Wirklichkeit“ von Anna Sperk

Klappentext:
„Unter Schizophrenie zu leiden, ist für Julia bereits Hölle genug. Doch dann mutiert die Diagnose zur Frage um ihr Kind, und man stellt sie unter Generalverdacht … Anna Sperk, die bereits 2016 mit dem Schlüsselroman »Die Hoffnungsvollen« auf sich aufmerksam machte, erzählt authentisch und mit feiner Ironie die Geschichte einer jungen Frau, die zwischen die Fronten ihrer Krankheit und der allgemeinen gesellschaftlichen Akzeptanz gerät, bis in ihr Engagement für die Sozialarbeit hinein.

Im Fokus des Romans steht der persönliche, behördliche und gesellschaftliche Umgang mit einer Krankheit, die in unserer Gesellschaft überproportional mit Vorurteilen belastet ist. Der praktisch nicht existenten Aufklärung über diese Krankheit und über die von ihr Betroffenen will der Roman etwas entgegensetzen.“

Schon vor langer Zeit erhielt ich eine E-Mail der Autorin, ob ich nicht ihr neu erschienenes Werk rezensieren möchte. Lange habe ich nichts mehr gelesen … und gerade, kurz vor dem neuen Jahr, finde ich mich wieder lesend in meiner Wohnung wieder. Auch für 2022 habe ich geplant, wieder regelmäßig zu lesen.

Das Buch auf knapp 300 Seiten ist sehr interessant und spannend geschrieben. Es ist unterteilt in mehrere größere und kleiner Kapitel, je mit einem anderen Themenschwerpunkt. Dabei wird nicht ausschließlich auf die Krankheit der Schizophrenie eingegangen, sondern auch um den Kampf um ihre Tochter Lina und im letzten Abschnitt um Stigmatisierung am Arbeitsplatz.
Mit der Protagonistin Julia konnte ich mich in vielen Szenen sehr identifizieren. Zum einen durch die Erlebnisse der Erkrankung, als auch durch ihre Kreativität.
Ich habe das Buch wirklich in kürzester Zeit durchgelesen, da der Schreibstil sehr angenehm und einfach zu schmökern ist.

Wer Interesse an einer gut durchdachten Geschichte hat, welche sich nicht ausschließlich auf die Erkrankung bezieht, wird mit diesem Buch Freude haben. Es lässt sich gemütlich lesen und zeigt die vielen Stolperfallen, die ein Mensch mit psychischer Erkrankung überwinden muss.

Vielen lieben Dank an die Autorin Anna Sperk, die mir ihr Werk zur Rezension zusandte!

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