Die Ausstellung

Am Dienstag war es soweit. Wir fuhren nach Goyatz, an den Schwielochsee. Eine Woche zuvor hatten wir die Bilder im Ärztehaus aufgehängt, die Bilder gerahmt und gesäubert. Jetzt aber kam der Moment, auf den ich Monate hingearbeitet hatte.

Es waren schon einige ältere Leute da, als wir eintrafen. Das Kamerateam vom MDR und ich trafen Peter Löwe, der die Ausstellungen organisiert, sowie den Arzt, der die Galerie fördert. Ich war ziemlich aufgeregt, aber das sollte bald verfliegen.

Meine Eltern, meine ehemalige Kunsttherapeutin und viele weitere Gäste kamen. Ich stellte mich kurz vor und dann begann ein kleines Interview. Die Fragen waren allesamt gut durchdacht und ich konnte ehrlich antworten. Aus dem Publikum, welches größer war als ich je gehofft hatte, kamen ebenfalls Fragen. Vor allem zu meinem Schaffensprozess, meiner Erkrankung und über mein Leben.

Nach dem Interview hatten die Gäste die Möglichkeit, sich alle Bilder genauer anzusehen. Ein Bild, die „Provokation“ kam bei einer Frau so gut an, dass sie es mir gleich abkaufte. Mein erstes verkauftes Bild! Ich war überglücklich, damit hätte ich nie gerechnet.

Während der Ausstellung kamen viele Besucher noch einmal privat auf mich zu. Viele kannten Angehörige oder Freunde mit Schizophrenie, und erzählten mir, wie diese mit ihrer Erkrankung umgehen. Das war auch sehr spannend für mich. Andere empfahlen mir andere Ausstellungsorte, Kunstkurse oder Techniken, wie die Enkaustiktechnik mit Wachs.

Am Ende des Tages war ich überglücklich. Ich hatte viel positives Feedback bekommen, mein erstes Bild verkauft und hatte den letzten Drehtag mit dem MDR.

Es war eine aufregende Zeit…
Die Bilder hängen noch bis zum 2. August in der kleinen Galerie Goyatz.

Lausitzer Rundschau

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