In Freiheit

Die Klinik hängt wie ein Schatten über mir, wie die sinnbildliche Wolke, die einen verfolgt. Ich sehe sie vor mir wie die Mauer, die ich überwinden muss. Sie ist Teil meiner Vergangenheit. Dennoch muss ich lernen, ohne sie zu leben.
Zwischenzeitlich war ich wieder in der Klinik.
Ich weiß nicht, wo ich ansetzen soll. Was mein Ziel ist, meine Bestimmung. Etwas, was ich anstreben kann. Für was ich arbeiten kann. Derzeit ist da, wo eine Stütze sein sollte, nur ein Loch. Jeder Tag ist ein Kampf gegen mich selbst. Ich warte nur noch darauf, dass die Stunden vorüber ziehen. Das der Tag erneut vergeht. Damit ich eine neue Chance bekomme. Doch diese kann ich nicht nutzen.
Ich habe alle möglichen Hilfen – meine Psychologin, eine Psychiaterin, einen lieben Freund, Familie…und doch bin ich ohne Unterstützung. Muss diesen Kampf alleine antreten. Muss immer und immer wieder angreifen, in der Hoffnung, nur einmal zu gewinnen. Doch die vielen Niederlagen haben mich müde und schwach gemacht. Was also, wenn ich den Kampf aufgebe? Nur, um einmal auszuruhen…

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