II – Woche 1 – Psychiatrie

Die Tagen vergehen so schnell in letzter Zeit,  dass ich nicht mitbekomme, welchen Tag wir haben oder wie lange ich schon auf Station bin.
Die Depression hat mich wieder voll im Griff, ich bin eigentlich nur am schlafen und im Bett liegen. Einerseits weiß ich, dass das nicht gut ist. Andererseits habe ich noch keinen Therapieplan, kann de facto also noch keine Therapien machen. Das bringt mich natürlich in eine Zwickmühle. Ich kann nur hoffen, das der Plan so schnell wie möglich fertig ist und ich nicht weiterhin warten muss.
Mir fällt das Denken und Reden schwer…die Konzentration ist auch nicht so gut, geschweige denn die innere Ruhe. Ich kann noch nicht sagen ob es mir besser geht oder ob das psychotische besser geworden ist. Ich bin immer noch in meinem Kopf gefangen.
Das Wochenende werde ich hoffentlich Besuch bekommen. Raus darf ich nicht alleine und Ausgang nach hause habe ich auch keinen. Aber irgendwie wird das schon.

Eine Antwort auf „II – Woche 1 – Psychiatrie“

  1. Hallo Anna!
    Ich glaube, es nachfühlen zu können, wenn man auf Station warten muss. Zumal Du eine sehr junge kreative Frau bist. Das heißt, wenn die Fachleute noch keinen Therapieplan für Dich erstellen können, dass Du zumindest Ergotherapie mitmachen kannst, denn Du bist sehr kreativ und es wäre eine großartige Ablenkung für Dich.
    Viele Grüße auch von Beate
    Jens

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