15. Oktober

Letzte Woche war ich von meiner Psychiaterin krank geschrieben. Es war besser so, da ich viele Frühwarnzeichen hatte und es mir einfach nicht gut ging. Bisher geht es mir noch nicht wirklich besser, aber ich möchte auch nicht länger zu Hause sein. Morgen wird wieder ein anstrengender Tag mit Psychotherapie, Fahrschule und Kunsttherapie. Ich bin etwas aufgeregt, weil ich noch nicht komplett fit bin, möchte aber auch nicht absagen. Nächste Woche habe ich nochmal einen Termin beim Arzt und möchte das Clozapin noch etwas erhöhen.

Ansonsten hatte ich heute einen schönen Tag mit meiner Schwester. Erst waren wir im Park und dann bei mir zu Hause, haben erzählt, Kaffee getrunken und sie hat unseren neuen Kater kennengelernt.

Heute ist es auch genau 8 Jahre her, seit meine Oma gestorben ist. Ich denke viel an sie.

Hello October

Ich bin fassungslos, wie schnell dieses Jahr vergangen ist. Unglaublich, wir haben seit heute Oktober, der Herbst zieht ein, Samhain/Halloween kommt näher. Der Sommer verflog wie die Vögel, welche langsam ihre Reise Richtung Süden antreten. Wenn ich durch die Allee zur Bahnhaltestelle laufen, raschelt das Laub unter meinen Füßen. Ich trage einen Schal um den Hals und kuschele mich nachts in meine Bettdecke.

Und ich sehe auf die Jahre zurück. Herbst war schon immer schwierig für mich. Meine Psychosen-Karriere jährt sich zum dritten Mal.  Langsam kommt auch wieder die Melancholie und das Misstrauen. Ich muss auf mich und meine Gesundheit Acht geben, in der Not zur Ärztin gehen. Dennoch läuft es im Vergleich zum letzten Herbst besser. Die jetzige Arbeitstherapie strengt mich zwar an (6 Stunden die Woche), aber sie ist bei weitem besser als die, bei der ich letztes Jahr gearbeitet habe. Und das hilft auch meinem Selbstwertgefühl, denn die Aufgaben die ich mache werden gelobt, ich werde gewertschätzt und meine Stärken werden erkannt und gefördert.

Nathan, unser neuer Kater, hat sich auch bestens eingelebt. Zwar vermisse ich meine kleine Molli, aber Nathan ist auch ein Goldschatz. Ganz anders vom Verhalten her, aber sehr lieb und menschenbezogen.

Gestern war ich noch mit meinem Bruder auf dem Weinfest in Radebeul, und dort war es wunderschön. Viele Buden, verschiedene Märkte, schöne Beleuchtung, tolle Gespräche.

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Der Sommer meines Lebens

Der Herbst zieht langsam ein. Aus den grünen, frischen Blättern werden verdörrte, braune, welche unter dem reißenden Wind von den Bäumen gezerrt werden. Die Tage werden kürzer, der Sturm kräftiger, das Wetter kühler.

Diesen Sommer habe ich gut verbracht. Ich hatte viele tolle Stunden mit meinen Freunden. Ich war auf einer wunderschönen Hochzeit, habe die Jahreskreisfeste gefeiert, war zu Partys eingeladen, habe mit Freunden bei Tee über Götter und die Welt geredet. Ich hatte noch nie so viele, tolle, wahrhaftige Freunde wie hier in Dresden. Wir sind auf einer Wellenlänge, ich sehe sie oft, wir machen viel zusammen. Ich hätte nie gedacht, dass ich als Einzelgänger mal so viele Kontakte habe. Auch kann ich auf sie vertrauen und sie vertrauen mir.

Das Auto fahren ist spitze. Ich hatte immer so Angst vorm Fahren, aber ich liebe es derzeit einfach. Mir macht das so Spaß.

Die Arbeitstherapie könnte auch nicht besser laufen. Meine Aufträge sind Bilder für die Wände in Acryl malen und ein Handbuch über das Programm Gimp zu schreiben. Meine Interessen und Fähigkeiten werden wahr und ernst genommen und ich komme auch mit den Mitpatienten gut zurecht.

Ich mag sagen, dass dieser Sommer einer der besten war — seit langem.

Am 6. September hat sich meine Geschichte zum siebten Mal gejährt – 2010 wurde ich zum ersten Mal eingewiesen. Ich  lese in meinen alten Tagebüchern und muss schmunzeln. Wie die Zeit vergeht.

Es läuft…und ich fahre

Derzeit geht es mir ziemlich gut. Schon seit einigen Wochen. Ich genieße das so gut ich kann. Denn, es kommen auch wieder dunkle Zeiten. Aber dieses Hoch zu spüren und alles zu schaffen ist einfach unbeschreiblich nach so vielen Tiefs.

Ich habe am Mittwoch auch mit der Praxis der Fahrschule begonnen. Dafür das ich noch nie hinterm Steuer saß, lief es echt gut. Das Anfahren und Lenken haben wir geübt und ich freue mich schon auf die nächste Stunde. Mein Fahrlehrer ist auch echt cool und so macht das Ganze echt Spaß.

Eurofurence 23

Letzte Woche Mittwoch bis Sonntag war ich auf der größten europäischen Convention des Furry-Fandoms. Dies ist eine Gruppe von Menschen, die antromorphe Tiere (vermenschlichte Tiere) mögen. Auffällig sind die oft selbst gebauten Fursuits, die den eigenen Charakter widerspiegeln.

 

 

Hier ist ein Video zu der Parade vom 17.8. im Estrel Hotel in Berlin.

Ich hatte eine schöne Zeit dort, viele tolle Gespräche und Vorschläge und ein Haufen netter Menschen!

FREU-Post

Heute kommt der FREU-Post. Ich habe heute meine theoretische Fahrprüfung  bestanden mit nur einem Fehler. Ich bin sehr stolz auf mich, trotz riesen Prüfungsangst bestanden zu haben. Nun geht es also langsam vorwärts – im wahrsten Sinne des Wortes – und bald werde ich fahren lernen.

Hop oder Top

Nun bin ich schon zum dritten Mal in der Arbeitstherapie gewesen. Zeit für ein Fazit! Die letzten beiden Tage habe ich Schmetterlings-3D Bilder gewerkelt, Vorlagen erstellt, klitzekleine Schmetterlinge ausgedruckt und mit viel Spucke und Hingabe auf Karton plaziert. Nicht gerade, was ich mir vorstellte, aber immer noch okay. Ein wenig nervt mich das Ganze, aber wer will, das es weiter geht, muss mitmachen. Ich habe ja schließlich ein Ziel: Ausbildung.

Morgen kommt entweder in FREU-Post oder ein JAMMER-Post. Weswegen erfahrt ihr spätestens morgen. Also, dran bleiben 😉

28 . Juli

Gestern hatte ich den ersten Therapietag in der Arbeitstherapie. Anfangs hatten wir eine Gesprächsrunde, wo die anderen Teilnehmer ihre Ziele besprochen haben. Danach wurde ich eingeführt im Kreativ-Bereich. Ich hatte zur Aufgabe einfache Arbeiten in Word zu erledigen und dann eine komplexe Aufgabe in Excel. Da musste ich auch zweimal nachfragen, weil ich es nicht konnte, und das lief gut. Ich habe mit dem Therapeuten ausgemacht, das ich mithilfe von zwei Karten (gelb und rot) zeigen soll ob ich Probleme habe oder ob es mir nicht gut geht.

Heute hatte ich meta kognitives Training zum Thema Psychose und Depression. Ich mag die Gruppe wirklich, obwohl ich die Therapeutin die das leitet in der Einzelsitzung nicht so sehr mochte.

Lebewohl

Seit Samstag fraß sie nichts mehr. Selbst beim aufstehen taumelte sie, fiel zur Seite. Dann trank sie nichts mehr und war vollkommen abwesend. Ihre Haut hing herunter, sie war apathisch, ging nicht mehr aufs Klo. Beim Tierarzt war sie zu schwach um sich gegen die Untersuchung zu wehren. Dann die erschütternde Diagnose: Nierenversagen.

Meine kleine Maus, Molli, wurde gestern erlöst. Sie wurde nach eingeschläfert, da ihre Nieren kollabiert sind. Voller Tränen verabschiedeten wir sie in das Leben nach dem Tod.

Ich trauere, aber ich komme zurecht. Mein Engel wird es dort, wo sie jetzt ist, besser haben.