7 Tage, 140 Kilometer – Tag 1

Check, Check! Es ist der 16. August und der Rucksack ist gepackt. Die Zugverbindung führt mich vom Dresdner Hauptbahnhof nach Bautzen. Ich bin aufgeregt und wippe nervös mit überkreuzten Beinen.

Ankunft am Bautzner Dom, wo die Strecke des Jakobsweges für mich beginnt. Es ist zwar bewölkt, aber das Wetter ist schön und ich starte frohen Mutes in mein Abenteuer. Ich habe den Reiseführer in der einen Hand, das Handy in der Hosentasche und mache mich nun auf die Reise den gelben Jakobsmuscheln nach. Zeigt das untere Ende der Muschel nach links, geht auch der Jakobsweg nach links, wenn die Muschel nach oben zeigt, geradeaus, und wenn sie nach rechts zeigt, zweigt auch der Weg nach rechts ab.

Ich laufe die ersten Meter, als plötzlich ein starker Regen ausbricht. Regenjacke an, Schutzhülle über den Rucksack und weiter gehts. Nur leider wird das Wetter nicht besser! Nach wenigen Kilometern bin ich durchnässt, auch meine Wanderschuhe halten den Regen nicht mehr ab.

Auf dem linken Bild ist die schöne Kirche in Göda zu sehen, die ich am ersten Tag passiert bin. Rechts ein Beispiel, wie man sich auf dem Jakobsweg orientiert.

Nachdem ich mich in Demitz-Thumitz im Wald verlaufe, versuche ich mich mithilfe Google Maps zu orientieren. Zu meiner ersten Herberge in Bischofswerda sind es noch einige Kilometer. Der Regen setzt immer wieder ein, während es gewittert laufe ich über Felder und hoffe, dass der Blitz mich nicht trifft.

Irgendwie komme ich auf einer Bundesstraße ohne Gehweg heraus. Ich laufe diese Straße 2 Stunden entlang, komme dann endlich in Bischofswerda heraus und nach einem kurzen Abstecher im Supermarkt komme ich in der ersten Herberge bei einer netten älteren Dame an. Sie hat im Keller zum Glück einen Trockenraum, wo ich Hose, Shirt und Schuhe trocknen kann. Nach einem kurzen Abendessen auf meinem Zimmer (ein kleiner Raum mit Bett und Kommode) dusche ich noch und gehe dann zeitig zu Bett.

Der Schlaf ist tief und traumlos, aber erholsam. Nach der Morgentoilette gehe ich zu Frau V. und wir frühstücken zusammen und plaudern über dieses und jenes.

Dann packe ich die halbwegs trockenen Sachen und starte in Tag zwei.

Und, weil es so schön ist, noch die Komoot-Anzeige von meiner Wanderung.

Eine Antwort auf „7 Tage, 140 Kilometer – Tag 1“

  1. Ich hab Respekt vor jedem, der diesen Weg geht! Für mich undenkbar wegen Arthrose, aber ich bin überzeugt, der Camino macht was mit einem. Hast du das Buch von HaPe Kerkeling gelesen? Ich wünsch dir viel Glück weiterhin und vor allem besseres Wetter!

    Sabine aus dem Mausloch

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