Meine Metakognitiven Katzen

Vor zwei Wochen stand plötzlich dunkler Raum in meiner Wohnung. André war nicht da. Ich bekam Angst und meine Gedanken kreisten. Was sollte ich tun? Die Polizei und die Feuerwehr rufen? Die Nachbarn um Hilfe bitten? Was macht man in so einer Situation?

Natürlich wurde die Angst nicht kleiner, im Gegenteil. Doch dann versuchte ich mich an Techniken aus der Therapie und dem metakognitiven Training zu erinneren.

Mein Gedanke: Wenn es wirklich irgendwo brennt und der Rauch wirklich da ist – müssten dann nicht die Rauchmelder angehen?

Doch was, wenn die Rauchmelder manipuliert sind? Das sie jemand vorher ausgetauscht hat, weil er oder sie oder wasauchimmer wusste, dass es den Rauch geben wird?

Dann sah ich aber Kiki und Kaja. Und sie schliefen ruhig, schnurrten mich leise an und zwinkerten mir zu. Das war der Realitätscheck, den ich brauchte.

Wenn der Rauch da wäre, es brennen würde, dann würden so hochsensible Tiere nicht schnurrend auf dem Sofa liegen. Und das zeigte mir: der Rauch war nicht echt. Nirgends brannte es. Es war nur in meinem Kopf.

Als Belohnung erhielten beide eine faire Bezahlung in Höhe von drei Leckerlis. Und ich war beruhigt und konnte mich und meine Ängste regulieren. Kiki und Kaja hatten sich bewiesen als meine metakognitiven Katzen.

2 Antworten auf „Meine Metakognitiven Katzen“

  1. Katzen können wirklich so ein wichtiger Indikator sein. Sie spüren, wenn es einem nicht gut geht oder wenn etwas in der Luft liegt. Ich habe auch eine schwarze und eine bunte und die schwarze rennt immer schon Minuten bevor der Mann in unseren Weg einbiegt zum Fenster und miaut wie verrückt nach ihm. Es ist wirklich erstaunlich.

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