Nachdem unser Kater Nathan im April seine letzte Reise angetreten hat, haben André und ich zögerlich regelmäßig die Websiten von Tierschutzvereinen, Tierheimen und Pflegestellen durchgeschaut. Für uns beide war klar, dass früher oder später wieder neue „Mitbewohner“ zu uns kommen, ganz besonders natürlich jene, die in oben genannten Einrichtungen untergebracht sind.
Dann hatten wir auf einer Website eines örtlichen Vereins ein Inserat für zwei Katzen gesehen. Wir füllten die Selbstauskunft aus, trafen die Pflegestelle, besuchten beide Katzen – aber es machte einfach nicht „klick“. Beide Katzen (eine Kätzin und ein Kater) waren extrem scheu und kamen zum Besuchstermin nicht einmal hinter dem Sofa oder der Katzenbox hervor. Ob die beiden sich je anfassen ließen, fraglich – sagte auch die Pflegestelle ganz direkt. Wir sagten schweren Herzens ab. Gerade André tat sich mit dem Gedanken schwer, womöglich nie eine Verbindung zu den beiden aufzubauen.
Nur wenige Tage später sahen wir auf der Website des Tierheims in Freital das Inserat für zwei junge Katzenmädchen, Flecki und Mauzi. Ein Anruf und der Kontakt mit der Tierpflegerin und drei Tage später hatten wir einen Termin zur Besichtigung. Wir kamen im Tierheim an, wurden von einer Dame begrüßt und gingen dann zum Zwinger der beiden Kätzinnen. Beide kamen schnurrend und interessiert an den Zaun, dann durften wir die beiden im Käfig kennenlernen. Sie umkreisten unsere Beine, rieben ihre kleinen Köpfchen an unseren Jeans und miauten uns freudig an. André und ich waren sofort verliebt – so schnell ging das! Es mussten noch ein paar Formalien erledigt werden, die Schutzgebühr wurde entrichtet und dann hieß es – willkommen im neuen Zuhause!
Aus „Flecki“ wurde Kaja und aus „Mauzi“ wurde Kiki. Beide Namen inspiriert von den Studio Ghibli-Filmen, die wir beide sehr lieben.
Und nun sind die beiden Schwestern schon einen ganzen Monat bei uns. Sie haben sich wunderbar eingelebt, sind sehr verspielt, kuscheln aber auch gerne. Ab und an zicken sie sich etwas an, spielen dann aber auch zusammen. Es ist natürlich das komplette Kontrastprogramm zu unserem „Opi“ – aber es ist einfach schön, die beiden Wirbelwinde bei uns zu haben. Noch sind sie etwas sehr stürmisch wenn es zur Fütterung geht, da beide eine Vergangenheit in einem Animal Hoarding Fall haben. Aber sie merken, dass sie bei uns natürlich nicht hungern müssen und das auch für beide genug Futter da ist.
Beide sind noch sehr jung, schätzungsweise ein bis zwei Jahre alt und Schwestern. Kiki ist die dunkle Schildpatt-Katze und Kaja ist eine Calico, auch „Glückskatze“ genannt. Ihre Charaktere sind unterschiedlich, aber beide sind aufgeschlossen, menschenbezogen und freundlich. Vieles kannten sie aus ihrem vorherigen Leben nicht, so wie Staubsauger, Wasch- und Spülmaschine. Aber sie werden immer entspannter im Umgang mit diesen Dingen.
Es ist so schön nach Hause zu kommen und von zwei schnatternden Mädels begrüßt zu werden. Auf eine schöne, lange, gemeinsame Zeit. Und nun – ich wusste, darauf wartet ihr! – ein paar Schnappschüsse.
Zu erst ein paar Bilder von Kiki. Sie schläft sehr gerne auf dieser grau-weißen Decke, die über den Sofakissen liegt.


Und nun Kaja. Sie ist sehr auf mich geprägt, ein echtes „Mama-Kind“.


Ich bin einfach froh, dass wir den beiden ein zu Hause bieten können. Natürlich werden wir niemals Molli oder Nathan vergessen, aber ich bin mir sicher, dass die beiden gewollt hätten, dass wir wieder Tierschutzkatzen ein schönes Leben bieten.


Ich wünsche Euch viel Freude mit den beiden.
Das finde ich toll! Die beiden Hübschen haben nun ein liebevolles Zuhause und ihr sicherlich viel Freude 🩵💜💚🧡💛🩷