Es läuft…und ich fahre

Derzeit geht es mir ziemlich gut. Schon seit einigen Wochen. Ich genieße das so gut ich kann. Denn, es kommen auch wieder dunkle Zeiten. Aber dieses Hoch zu spüren und alles zu schaffen ist einfach unbeschreiblich nach so vielen Tiefs.

Ich habe am Mittwoch auch mit der Praxis der Fahrschule begonnen. Dafür das ich noch nie hinterm Steuer saß, lief es echt gut. Das Anfahren und Lenken haben wir geübt und ich freue mich schon auf die nächste Stunde. Mein Fahrlehrer ist auch echt cool und so macht das Ganze echt Spaß.

Eurofurence 23

Letzte Woche Mittwoch bis Sonntag war ich auf der größten europäischen Convention des Furry-Fandoms. Dies ist eine Gruppe von Menschen, die antromorphe Tiere (vermenschlichte Tiere) mögen. Auffällig sind die oft selbst gebauten Fursuits, die den eigenen Charakter widerspiegeln.

 

 

Hier ist ein Video zu der Parade vom 17.8. im Estrel Hotel in Berlin.

Ich hatte eine schöne Zeit dort, viele tolle Gespräche und Vorschläge und ein Haufen netter Menschen!

FREU-Post

Heute kommt der FREU-Post. Ich habe heute meine theoretische Fahrprüfung  bestanden mit nur einem Fehler. Ich bin sehr stolz auf mich, trotz riesen Prüfungsangst bestanden zu haben. Nun geht es also langsam vorwärts – im wahrsten Sinne des Wortes – und bald werde ich fahren lernen.

Hop oder Top

Nun bin ich schon zum dritten Mal in der Arbeitstherapie gewesen. Zeit für ein Fazit! Die letzten beiden Tage habe ich Schmetterlings-3D Bilder gewerkelt, Vorlagen erstellt, klitzekleine Schmetterlinge ausgedruckt und mit viel Spucke und Hingabe auf Karton plaziert. Nicht gerade, was ich mir vorstellte, aber immer noch okay. Ein wenig nervt mich das Ganze, aber wer will, das es weiter geht, muss mitmachen. Ich habe ja schließlich ein Ziel: Ausbildung.

Morgen kommt entweder in FREU-Post oder ein JAMMER-Post. Weswegen erfahrt ihr spätestens morgen. Also, dran bleiben 😉

28 . Juli

Gestern hatte ich den ersten Therapietag in der Arbeitstherapie. Anfangs hatten wir eine Gesprächsrunde, wo die anderen Teilnehmer ihre Ziele besprochen haben. Danach wurde ich eingeführt im Kreativ-Bereich. Ich hatte zur Aufgabe einfache Arbeiten in Word zu erledigen und dann eine komplexe Aufgabe in Excel. Da musste ich auch zweimal nachfragen, weil ich es nicht konnte, und das lief gut. Ich habe mit dem Therapeuten ausgemacht, das ich mithilfe von zwei Karten (gelb und rot) zeigen soll ob ich Probleme habe oder ob es mir nicht gut geht.

Heute hatte ich meta kognitives Training zum Thema Psychose und Depression. Ich mag die Gruppe wirklich, obwohl ich die Therapeutin die das leitet in der Einzelsitzung nicht so sehr mochte.

Lebewohl

Seit Samstag fraß sie nichts mehr. Selbst beim aufstehen taumelte sie, fiel zur Seite. Dann trank sie nichts mehr und war vollkommen abwesend. Ihre Haut hing herunter, sie war apathisch, ging nicht mehr aufs Klo. Beim Tierarzt war sie zu schwach um sich gegen die Untersuchung zu wehren. Dann die erschütternde Diagnose: Nierenversagen.

Meine kleine Maus, Molli, wurde gestern erlöst. Sie wurde nach eingeschläfert, da ihre Nieren kollabiert sind. Voller Tränen verabschiedeten wir sie in das Leben nach dem Tod.

Ich trauere, aber ich komme zurecht. Mein Engel wird es dort, wo sie jetzt ist, besser haben.

Die zweite Chance

Am Mittwoch war das Gespräch, auf welches ich lange gewartet habe. Zusammen mit meiner Therapeutin und dem Sozialarbeiter der PIA. Die Frage war, wie es nun weiter gehen soll. In weiter Ferne ist das Ziel Ausbildung im Berufsbildungswerk, aber wie komme ich dort hin? Die Reha-Klinik empfahl RPK (Reha für Menschen mit psychischer Krankheit), welche aber ich schon letztes Jahr machen sollte. Schon damals riet man mir davon ab. Also weiter Ideen suchen. Und der Sozialarbeiter meinte, ich solle es noch einmal mit der Arbeitstherapie versuchen, allerdings bei einem anderen Anbieter. Der erste Versuch Arbeitstherapie, welche ich letztes Jahr von Oktober bis Anfang Januar absolvierte,  war ja daran gescheitert das ich viel zu wenig gefordert und gefördert wurde, mit der Konsequenz das ich immer frustrierter wurde. Ich war in einer Gruppe, die auf Werkstätten für behinderte Menschen vorbereitet wurde. Ich hatte nur eintönige und langweilige Aufgaben, die mich total unterforderten.

Ich habe einen Termin bei dem anderen Träger für Mittwoch ausgemacht. Am Donnerstag habe ich dann wieder einen PIA Termin, ich hoffe meine Thera freut sich darüber, das ich den Schritt zum Informationsgespräch selbst gegangen bin.

29. Juni

Meine PIA-Thera fragte heute zu erst: “Wie geht es Ihnen?” Meine Antwort: “Richtig gut”. “Das habe ich Sie noch nie sagen hören!”

Es stimmt. Derzeit geht es wirklich gut. Ich kann meine Termine erledigen – und den Haushalt. Ich kümmere mich um meine Gesundheit und mein Wohlbefinden  – und arbeite in der Therapie an mir. Ich mache Pflichtaufgaben – und gestalte meine Freizeit.

Die psychotischen Symptome – viel, viel besser. Die Stimmen nur noch selten. Mein Schlaf geregelt und ruhig. Die Depression…wie, ich hatte mal Depressionen?

Deswegen gehe ich nun einen Schritt nach vorn: und gehe nur noch aller 2 Wochen in die Therapie. Das hatte ich zuletzt im Jahr 2011!

Ich muss noch die Fahrschule-Theorie Prüfung machen, dann geht es auch an dieser Fraktion weiter. Muss mich um die weitere Finanzierung meines Lebens kümmern (am 11.7. muss ich zur Rentenversicherung) und im August geht es für einige Tage nach Berlin zu einer Convention.

Bald möchte ich auch wieder mit dem Sport anfangen. Leider habe ich mir am Samstag mal wieder den Fuß verstaucht – ihr erinnert euch, der Fuß der gebrochen war und durch Bänderriss labil ist.

Ich hoffe, diese positive Entwicklung hält einige Zeit an! Es wäre nach so langer Zeit sehr schön.

Sommergefühle

Im Sommer geht es mir meist gut. Ich tanke Sonne, um möglichst viel Vitamin D und Serotonin zu bilden und so der Depression einen Schritt voraus zu sein. Ich schaffe vieles, ich gehe schwimmen, ich sitze im Park und höre Musik. Es läuft gut derzeit, ja, aber ich warte nur auf den nächsten Einbruch. In der PIA werden wir bald besprechen wie es weiter geht, mit dem Sozialarbeiter.

Währenddessen fliegt meine persönliche Sozialpädagogin, meine Schwester, ins Ausland und ich habe Angst davor. Es ist nicht einfach, es wird schwerer ohne sie. Drei Monate ist sie weg.

Ich kämpfe derzeit verstärkt gegen den Druck der Selbstverletzung. Ich weiß nicht woher das auf einmal kommt. Bisher lief es gut.

15. Juni

Jetzt bin ich schon wieder eine Woche zu Hause in Dresden. Der Alltag hat wieder begonnen, meine regelmäßigen Termine schaffen mir Tagesstruktur. Es geht mir soweit gut. Ich bin derzeit fast psychosefrei – dank des Clozapins. Stimmen nur noch ganz selten und leise, Gedankeneingebungen auch weg. Meine Gedanken sind klar und strukturiert. Wie gut sich das anfühlt!

Ich war mit meiner Schwester bereits im Freibad, was wir gerne noch mal machen, bevor sie beruflich ins Ausland geht. Das sind wieder einige Monate und ich bin traurig, dass sie nicht da ist. Aber es ist sicher, dass sie wieder nach Deutschland kommt – denn da wartet ihr Freund, genauso wie ich.

Ich muss mich noch kümmern um meine weitere Finanzierung, Sozialhilfe oder Rente. Es fällt mir nicht einfach, aber ich werde das schon schaffen.