Wieder da

Heute war der erste Tag, an dem meine PIA Thera wieder da war. Sie war nun knapp 3,5 Wochen krank  und ich hatte nur Ersatztermine bei der Ärztin und der zweiten Thera in der Ambulanz.

Da ich derzeit ziemlich matschig in der Birne bin ging das Gespräch nicht lange. Aber es tat gut, sich mal wieder “auszukotzen”…

 

Guten Abend, schön Abend es weihnachtet schon

Dieses wunderschöne Weihnachtslied, welches zu meinen absoluten Favoriten gehört, haben wir heute gesungen. Denn es war die PIA Weihnachtsfeier. Ich bin zwar seit mittlerweile 3 Jahren in der PIA, aber irgendwie habe ich bisher noch nie an der Feier teilgenommen. Denn meist war ich im Dezember zu krank oder war sogar auf Station. Heute habe ich es aber, trotz zwischenzeitlicher Angst, geschafft und es war sehr schön!

Ich habe viele tolle Gespräche geführt, mit meiner Ärztin, den Schwestern in der Ambulanz  und anderen Patienten.

Meine Therapeutin war auch da und arbeitet auch wieder, und ich mache mir für nächste Woche einen Termin aus. Das freut mich, einerseits das sie  wieder gesund ist, andererseits weil ich derzeit wirklich Unterstützung brauche.

16.000 Kilometer

Derzeit schaffe ich nicht annähernd so viel, wie im Sommer. Ich habe meine Termine auf ein Minimum reduziert. Das bedeutet: Arzt, Therapie, Fahrschule. Früh aufzustehen ist eine einzige Qual, der ich nicht gewachsen bin. Deswegen fällt die Arbeitstherapie aus, und zu den PIA-Gruppen schaffe ich es auch nur noch selten. Dafür läuft die Fahrschule gut.  Ich fahre jetzt normal im Straßenverkehr und bis darauf, das mir ein, zwei Mal die Karre ausgegangen ist und ich noch etwas ängstlich beim Spur wechseln bin, bin ich ganz zufrieden mit mir. Heute hat mein Fahrschul-Auto die 16.000 km geschafft, während ich mit konstanten 50 km/h durch Dresden gefahren bin.

Die Psychose ist noch leicht im Hinterkopf, und vor allem wenn ich alleine unterwegs bin, macht sie sich in mir breit.

Mystery Blogger Award

Okoto Enigma, die den Award gestartet hat, beschreibt ihn so:

Der Mystery Blogger Award ist eine Auszeichnung für erstaunliche Blogger*innen mit genialen Beiträgen. Dieser Blog fasziniert nicht nur, er inspiriert und motiviert. Er ist einer der besten da draußen, und verdient jede Anerkennung, die er bekommen kann. Diese Auszeichnung ist auch für Blogger*innen, die mit viel Liebe, Spaß und Leidenschaft schreiben.

Die Regeln des Mystery Blogger Awards sind:

  • Stelle das Logo auf deinen Blog
  • Liste die Regeln auf
  • Danke der Person, die dich nominiert hat, und füge einen Link zu ihrem Blog bei
  • Nenne die Urheberin des Awards und füge ebenfalls einen Link bei
  • Erzähle den Lesern drei Dinge über dich
  • Beantworte die fünf Fragen an dich
  • Nominiere 10 bis 20 Personen
  • Informiere die Nominierten, indem du in ihrem Blog kommentierst
  • Stelle den Nominierten fünf Fragen deiner Wahl; eine davon sollte seltsam oder lustig sein
  • Teile einen Link zu deinen besten Posts

Nominiert hat mich Ut von https://untertauchen.wordpress.com.

Vielen Dank dafür!

Drei Informationen über mich:

  • Ich selbst halte mich für eine geduldige Person, aber alle meine Verwandten und Freunde meinen, ich bin der ungeduldigste Mensch den sie kennen.
  • Ich liebe Piercings und Tattoos. Derzeit habe ich 6 Piercings und irgendwann sollen Tattoos folgen.
  • Ich war Bettnässer bis ich ungefähr 12 Jahre alt war, was mir unheimlich peinlich war. Ich hab mich nie getraut woanders zu übernachten.

Fragen an mich

  • Stell dir vor eines Nachts geschieht ein Wunder, durch das alles in deinem Leben wieder gut ist. Am nächsten Morgen weisst du nicht, dass das Wunder geschehen ist, da du ja geschlafen hast. Woran würdest du merken, dass ein Wunder geschehen ist?

Ich würde gut gelaunt wach werden. Es ist circa 7 Uhr. Als ich mich aus dem Bett erhebe und meinen rechten Fuß aufsetze, spüre ich dort keinen Schmerz von meiner Fraktur. Ich kann den Tag viel erledigen und fühle mich nicht durch Kleinigkeiten völlig erschöpft.

  • Was würdest du mit deinem Leben tun, wenn du frei entscheiden könntest?

Ein Atelier aufmachen, tättowieren lernen, um die Welt reisen, den Jakobsweg gehen, Menschen unterstützen und helfen (zB EX-IN).

  • Wie kommt ein Eisbär in die Antarktis?

Er wünscht es sich so sehr, dass ihm Flügel wachsen und er sich in die Lüfte erhebt….

  • Du reist einmal um die Erde… wie würde deine Route aussehen?

Ich starte in Deutschland, nach Skandinavien, in den Ostern durch Russland. Dann durch China, Süd-Asien und dann nach Westen Richtung Afrika. Dann noch über Süd- nach Nord-Amerika und wieder zurück nach Deutschland.

  • Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Veronika beschließt zu sterben, zum 10. Mal.

Mein Beitrag

[HILFE] Das kleine Psychose-Handbuch

Herbstblues

Eigentlich ist der Herbst meine Lieblingsjahreszeit. Ich liebe die rot-braunen Wälder, den frischen Wind, Nüsse und Kastanien. Spazieren gehen und mit den Füßen im Laub rascheln.

Leider geht es mir seit circa 2-3 Wochen sehr schlecht. Heute war ich bei meiner Psychiaterin. Die Clozapin-Dosis wurde erhöht und falls es schlimmer wird werde ich wohl wieder stationär  gehen müssen.

15. Oktober

Letzte Woche war ich von meiner Psychiaterin krank geschrieben. Es war besser so, da ich viele Frühwarnzeichen hatte und es mir einfach nicht gut ging. Bisher geht es mir noch nicht wirklich besser, aber ich möchte auch nicht länger zu Hause sein. Morgen wird wieder ein anstrengender Tag mit Psychotherapie, Fahrschule und Kunsttherapie. Ich bin etwas aufgeregt, weil ich noch nicht komplett fit bin, möchte aber auch nicht absagen. Nächste Woche habe ich nochmal einen Termin beim Arzt und möchte das Clozapin noch etwas erhöhen.

Ansonsten hatte ich heute einen schönen Tag mit meiner Schwester. Erst waren wir im Park und dann bei mir zu Hause, haben erzählt, Kaffee getrunken und sie hat unseren neuen Kater kennengelernt.

Heute ist es auch genau 8 Jahre her, seit meine Oma gestorben ist. Ich denke viel an sie.

Hello October

Ich bin fassungslos, wie schnell dieses Jahr vergangen ist. Unglaublich, wir haben seit heute Oktober, der Herbst zieht ein, Samhain/Halloween kommt näher. Der Sommer verflog wie die Vögel, welche langsam ihre Reise Richtung Süden antreten. Wenn ich durch die Allee zur Bahnhaltestelle laufen, raschelt das Laub unter meinen Füßen. Ich trage einen Schal um den Hals und kuschele mich nachts in meine Bettdecke.

Und ich sehe auf die Jahre zurück. Herbst war schon immer schwierig für mich. Meine Psychosen-Karriere jährt sich zum dritten Mal.  Langsam kommt auch wieder die Melancholie und das Misstrauen. Ich muss auf mich und meine Gesundheit Acht geben, in der Not zur Ärztin gehen. Dennoch läuft es im Vergleich zum letzten Herbst besser. Die jetzige Arbeitstherapie strengt mich zwar an (6 Stunden die Woche), aber sie ist bei weitem besser als die, bei der ich letztes Jahr gearbeitet habe. Und das hilft auch meinem Selbstwertgefühl, denn die Aufgaben die ich mache werden gelobt, ich werde gewertschätzt und meine Stärken werden erkannt und gefördert.

Nathan, unser neuer Kater, hat sich auch bestens eingelebt. Zwar vermisse ich meine kleine Molli, aber Nathan ist auch ein Goldschatz. Ganz anders vom Verhalten her, aber sehr lieb und menschenbezogen.

Gestern war ich noch mit meinem Bruder auf dem Weinfest in Radebeul, und dort war es wunderschön. Viele Buden, verschiedene Märkte, schöne Beleuchtung, tolle Gespräche.

Hilfe bei Essstörungen – Jourvie

Tag für Tag zu deinem Leben ohne Essstörung

Mit Jourvie kommst du jeden Tag einen Schritt näher zum Ziel – deinem Leben ohne Magersucht, Bulimie oder Esssucht. Mit praktischen Essprotokollen und Tipps für schwierige Situationen schaffst du die Therapie deiner Essstörung einfacher!

Funktionen im Überblick
– digitales Ess- und Stimmungsprotokoll
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– Bewältigungs- und Motivationsstrategien
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Der Sommer meines Lebens

Der Herbst zieht langsam ein. Aus den grünen, frischen Blättern werden verdörrte, braune, welche unter dem reißenden Wind von den Bäumen gezerrt werden. Die Tage werden kürzer, der Sturm kräftiger, das Wetter kühler.

Diesen Sommer habe ich gut verbracht. Ich hatte viele tolle Stunden mit meinen Freunden. Ich war auf einer wunderschönen Hochzeit, habe die Jahreskreisfeste gefeiert, war zu Partys eingeladen, habe mit Freunden bei Tee über Götter und die Welt geredet. Ich hatte noch nie so viele, tolle, wahrhaftige Freunde wie hier in Dresden. Wir sind auf einer Wellenlänge, ich sehe sie oft, wir machen viel zusammen. Ich hätte nie gedacht, dass ich als Einzelgänger mal so viele Kontakte habe. Auch kann ich auf sie vertrauen und sie vertrauen mir.

Das Auto fahren ist spitze. Ich hatte immer so Angst vorm Fahren, aber ich liebe es derzeit einfach. Mir macht das so Spaß.

Die Arbeitstherapie könnte auch nicht besser laufen. Meine Aufträge sind Bilder für die Wände in Acryl malen und ein Handbuch über das Programm Gimp zu schreiben. Meine Interessen und Fähigkeiten werden wahr und ernst genommen und ich komme auch mit den Mitpatienten gut zurecht.

Ich mag sagen, dass dieser Sommer einer der besten war — seit langem.

Am 6. September hat sich meine Geschichte zum siebten Mal gejährt – 2010 wurde ich zum ersten Mal eingewiesen. Ich  lese in meinen alten Tagebüchern und muss schmunzeln. Wie die Zeit vergeht.

Es läuft…und ich fahre

Derzeit geht es mir ziemlich gut. Schon seit einigen Wochen. Ich genieße das so gut ich kann. Denn, es kommen auch wieder dunkle Zeiten. Aber dieses Hoch zu spüren und alles zu schaffen ist einfach unbeschreiblich nach so vielen Tiefs.

Ich habe am Mittwoch auch mit der Praxis der Fahrschule begonnen. Dafür das ich noch nie hinterm Steuer saß, lief es echt gut. Das Anfahren und Lenken haben wir geübt und ich freue mich schon auf die nächste Stunde. Mein Fahrlehrer ist auch echt cool und so macht das Ganze echt Spaß.