II – Woche 13 – Psychiatrie

Die Tagen gehen ineinander über, fließend, als könnte mich die Zeit einem Wasserfall gleich davon tragen.
Die Abende auf Station sind die schlimmsten. Wenn die Besuchszeiten vorbei sind stehe ich allein da. Dann drängen sich die quälenden Gedanken auf, die Sorgen und Probleme. Oft mals steigere ich mich da so hinein, dass ich Prothazin als Bedarfsmedi nehme. Ich weiß das das keine Lösung für immer ist, aber es hilft mir den Bezug zur Realität nicht ganz zu verlieren. Denn das fällt mir in meinem Grübelzwang sehr schwer. Meine Gedanken sind dann häufig in einer weit entfernten Zukunft und ich mache mir Sorgen über alle vorstellbaren Probleme – schweife ab, verliere den rationalen Blick auf die Geschehnisse und kann diese Flut an Gedanken nicht stoppen. Ich weiß dann längst nicht mehr, in welchem Hier und Jetzt ich mich befinde.

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